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Junge Union Rhein-Hunsrück - Historie

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Mittwoch, 14. November 2007

Die Geschichte der Jungen Union im Gebiet des heutigen Rhein-Hunsrück-Kreises ist sehr wechselhaft, aber weitgehend mit der Entwicklung der CDU - Kreisverbände parallel laufend.

So finden wir in den beiden Kreisen St.Goar und Simmern schon in den Anfangsjahren auch Gründungen der JUNGEN UNION.

Zum 17.Juli 1947 lädt Johann-Peter Josten bereits zu einer Gründungsversammlung der JU Oberwesel in den dortigen Winzerverein ein. Am 15.Januar 1948 findet im Hotel "Stadt Koblenz" zu Boppard eine Gründungsversammlung der JU statt, zu der Wilhelm Hütten eingeladen hat. In einer späteren Aktennotiz ist dann zu lesen, dass der JU-Kreisverband St. Goar 1949 und der Ortsverband Boppard am 1.Februar 1954 gegründet worden seien.

Nach einem Brief des CDU - Ortsverbandes Emmelshausen fand am 4.Januar 1954 in der Gastwirtschaft "Galgenhöhe" die Gründung eines Ortsverbandes statt.

Als Vorsitzender des JU - Kreisverbandes St.Goar ist von 1953 bis 1958 Heinrich Becker, Emmelshausen gewählt. Ihm folgen im Amt: Alfons Kölzer, St.Goar von 1958 bis 1964, Erich Naujack, Boppard von 1964 bis 1966, Wolfgang Helbach, St.Goar von 1966 bis 1967 und Rudolf Heidenblut, Emmelshausen von 1967 bis 1969.

Heinrich Becker, Emmelshausen war seit 1955 stellvertretender und ab 1957 erster Vorsitzender des JU-Bezirksverbandes Koblenz, und Johann-Peter Josten, Oberwesel von 1951 bis 1958 Vorsitzender des JU-Landesverbandes Rheinland-Pfalz. Wenn es im "Landesspiegel der JU" Nr. 5/6 von 1957 heißt, die JUNGE UNION habe im Kreis Simmern auf dem Hunsrück noch nicht Fuß fassen können, so beruht diese Feststellung auf der Tatsache, dass hier die JU in den beiden ersten Jahrzehnten als Vereinigung innerhalb des Kreisverbandes Simmern und seiner Ortsverbände organisatorisch eingegliedert war und sich nicht als eigenständige Organisation konstituiert hatte. Von 1946 bis 1955 war Johann Hetges, Fronhofen als Vorsitzender der JU im Vorstand des Kreisverbandes Simmern. 

CDU Geschäftsführer Friedrich meldet beispielsweise für die Zeit von Oktober 1947 bis März 1948 drei Veranstaltungen der JU. Im CDU-Kreisvorstand Simmern werden anschließend als Vorsitzende und Vertreter der JU genannt: 1958 Hans-Joachim Görgen, Simmern, 1965/1966 Norbert Hipp, Rheinböllen, 1968 Guido Kühnreich, Gemünden und 1969 bis zum Zusammenschluss der Kreisverbände Günter Mathissen, Kastellaun.

Mit dem Jahre 1969 tritt dann, wie oben schon aufgezeigt, die organisatorische Neukonstituierung der JUNGEN UNION als Kreisverband Rhein-Hunsrück ein. Nach der vorbereitenden Sitzung im Gasthaus "Katz" in Ehr fand die gemeinsame Delegiertenversammlung in Emmelshausen am 15. Februar 1969 statt.  MdB Dr.Egon A.Klepsch, Abgeordneter des Wahlkreises und Vorstandsmitglied des Landes- und des Bundesverbandes der JU, leitete die Tagung, über deren Ergebnis bereits oben berichtet worden ist. Dem damals gewählten Vorsitzenden Rudolf Heidenblut, Emmelshausen folgen im Amt:

                        1971 bis 1974 Günter Mathissen, Kastellaun

                        1974 bis 1977 Klaus-Peter Henrich, Simmern

                        1977 bis 1979 Herman Schön, Laudert

                        1979 bis 1981 Birgit Uhlenbruck, Oberwesel

                        1981 bis 1988 Peter Mallmann, Emmelshausen

                        1988 bis 1992 Michael Sturm, Simmern

                        1992 bis 1995 Joachim Weinand, Boppard

                        1995 bis 1997 Thorsten Bochentin, Boppard

                        1997 bis 2001 Aggy Jakobs Leitterstorf, Mastershausen

                        seit 2001        Thomas Meurer, Ellern

Welchen Aufschwung die Arbeit der JU in den 70er Jahren nahm, lässt sich allein schon an der Tatsache erkennen, dass man im Jahre 1978 schon das 1000 Mitglied begrüßen konnte; im Jahre 1983 finden wir dann 1.130 JU-Mitglieder, dazu 90 Mitglieder, die der CDU nicht angehören, verzeichnet.

Der Mitgliederstand der Jungen Union des Rhein-Hunsrück-Kreises beträgt zur Zeit über 200 Mitglieder.. Für einen politischen Jugendverband ist es in der heutigen Zeit schwierig, neue Mitglieder zu werben, da neben einem größeren Parteienspektrum (Popularität der GRÜNEN bei der jüngeren Bevölkerung) bei den Jugendlichen eine gewisse Politikverdrossenheit festzustellen ist.

Die Aktivitäten der JU, die sich in den Anfangsjahren weitgehend auf Wahlkampf und politische Diskussion im Rahmen der Kreis- und Ortsverbände der CDU beschränkten, wurden dann so vielfältig und unterschiedlich in Form und Inhalt, dass wir hier einige herausragende Aktivitäten aufführen wollen. Unter Peter Mallmann wurde mit der Reparatur und Überführung von Fahrzeugen ins rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda eine besondere Ruanda-Aktion von der JU Rhein-Hunsrück durchgeführt.

Michael Sturm und sein JU-Kreisvorstand initiierten den Jugendkreistag, wirkten unter anderem bei der abfallpolitischen Diskussion mit und unterstützten die Solidaritätsbewegung für Amerikaner.

Der Junge Union Kreisvorstand unter Joachim Weinand unterstützte die Bosnienaktion „Schüler helfen Leben", organisierte die Demonstration gegen Ausländerfeindlichkeit in Simmern, bezog Stellung zum Thema Scientology und führte mit dem JU-Bezirksverband Koblenz-Montabaur ein Seminar zum Thema Konversion und Arbeitsplätze auf dem Flugplatz Hahn durch.

Die Junge Union Rhein-Hunsrück reaktivierte unter ihrem Vorsitzenden Thomas Meurer die "eingeschlafenen" Gemeindeverbände in Kastellaun, St. Goar (Stadtverband), Oberwesel-Rheinhöhen und Simmern wieder. Somit wurden viele Aktivitäten wieder auf der Verbandsgemeindeebene durchgeführt. Als Beispielhaft bleiben Veranstaltungen zum Thema "Jugendkriminalität" und zur "Jobmaschine Hahn" zu nennen.

Die JUNGE UNION führte auch populäre Freizeitveranstaltungen wie z.B.: „Segeltörns auf dem Eiselmeer, Berlinfahrten, Jugenddisco's, 1€ Partys, Skateevents und die Riverboatshuffle auf dem Rhein durch. In den JU-Gemeindeverbänden wurden zahlreiche Aktivitäten, die den örtlichen Bereich betrafen, durchgeführt. Hier sollten die Kinderferienprogramme, die es schon  seit vielen Jahren gibt sowie die Demonstration gegen die Sondermülldeponie in Kisselbach, herausgestellt werden. An dieser Stelle ist es nicht möglich mehr Aktivitäten der JU im Rhein-Hunsrück-Kreis und der JU-Orts- und Gemeindeverbände einzelnen oder auch nur summarisch darzustellen. Es soll aber nicht vergessen werden, dass aus den Reihen der Jungen Union nicht nur zukunftsweisende Impulse und Anregungen in die politische Arbeit der Partei eingebracht worden sind, sondern dass auch viele bedeutende Persönlichkeiten der heutigen Parteigremien aus der JU hervorgingen. Gerade letzteres wird manchmal übersehen und bei der Arbeit der JU im politischen Raum nicht genügend berücksichtigt. Schließlich sollte bedacht werden, dass die jetzigen Mitglieder der JUNGEN UNION einmal Träger der politischen Arbeit der CDU in der Zukunft sind.

 
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