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Schöne und amüsante Geschichte, die beide Geschlechter offen und ehrlich erklärt. Auch diese Geschichte kann mit der Maus markiert, kopiert und in die eigene Textverarbeitung übertragen werden - um sie z.B. auszudrucken und in gedruckter Form zu lesen.

 

Die Frauen, der Mann und der Schokoladenpudding

Eine schöne Geschichte mit wahrem Kerne für alle weiblichen Wesen, die lesen können und Männer wirklich verstehen wollen. Jugendfrei geschrieben von offener, ehrlicher und selbstbewusster Männlichkeit.

Endlich war die Frau mit dem Mann verheiratet, den sie unbedingt gewollt hatte.
Bereits, als sie ihn das erste Mal sah, war sie sich sicher gewesen, dass sie ihn und nur ihn wollte. Er hatte absolut alles, worauf es ihr ankam. Und natürlich wäre er auf sie gar nicht angewiesen gewesen. Denn zum einen war er bereits ganz für sich allein perfekt, zum anderen hatte es sehr viele Frauen gegeben, die ihm gern zu Füßen gelegen hätten. Jede andere hätte er haben können, davon war die Frau absolut überzeugt. Die Frau wusste es selbst nicht, wie sie ihn überhaupt herumbekommen hatte, doch sie war heilfroh, dass es ihr gelungen war. Selbst seine Mutter mochte sie, spürte, dass sie von ihr geliebt wurde.

Nur aus verliebten Augen sah sie ihren Mann an, und wollte ihm aus größter Herzensliebe alles geben, was sein Herz begehrte. Keine Mühe sollte ihr zu groß sein, kein eigener Verzicht zu hart, wenn sie ihn nur glücklich machen und seine Liebe gewinnen könnte. Von seiner Mutter wusste sie das Rezept seiner absoluten Lieblingsspeise. Es war ein Schokoladenpudding, dessen Rezept seine Mutter sonst streng geheim hielt, damit nur sie ihrem geliebten Sohn diesen Pudding bereiten konnte. Es war ein mit Liebe bereiteter Pudding, der dem Sohne nicht nur köstlich mundete, sondern zugleich gesunde Nahrung war.

Als der Sohn aus dem Hause ging, vertraute die Mutter der Schwiegertochter das Rezept unter dem Siegel absoluter Verschwiegenheit an, damit ihr Sohn nicht auf die Lieblingsspeise verzichten musste. Wo der Sohn auch immer Schokoladenpudding gegessen hatte, kein einziger anderer hatte ihm auch nur halb so gut geschmeckt.

So dachte die Frau sich: "Wenn ich ihm immer seinen Schokoladenpudding gebe, so viel, wie er überhaupt nur essen kann, dann wird er mir dafür von ganzem Herzen dankbar sein und mich dafür lieben!" Mit größter Liebe bereitete sie ihm den Pudding ganz nach dem Rezept der Schwiegermutter, und gab ihm davon bei jeder Gelegenheit. Das gefiel ihm zunächst tatsächlich sehr, und er war ihr sehr dankbar.

Doch es dauerte nicht lange, und der Pudding schien ihm nicht mehr richtig zu schmecken. Das konnte die Frau an seinen Augen ablesen, so dass sie ihn schuldbewusst fragte:" Ist irgendetwas mit dem Pudding nicht in Ordnung?" Darauf sagte er dann stets: "Nein, Liebling, der Pudding schmeckt mir ganz hervorragend, Du hast ihn wirklich toll gemacht!" Doch sie spürte es, dass der Pudding ihm in Wahrheit gar nicht mehr schmeckte. Doch anstatt dass er es zugab, um über Verbesserungsmöglichkeiten reden zu können, log er lieber. Denn er wusste, wie viel Mühe sie sich gemacht hatte und wie wichtig sein Urteil ihr war. Und tatsächlich meinte er deshalb, es sei besser für seine Frau, wenn er sie belüge. Damit verletzte er sie in Wahrheit aber nur noch mehr, denn so verlor sie das Vertrauen zu ihm und zu seiner Liebe zu ihr.

So kam es eines Tages nicht nur durch Zufall an den Tag, dass er woanders Schokoladenpudding aß. Heimlich und regelmäßig ging er zu einer anderen Frau, nach deren Schokoladenpudding er plötzlich verrückt zu sein schien. So war seine Frau zutiefst geschlagen: Ihr absolut Bestes meinte sie gegeben zu haben, und nun aß er den Schokoladenpudding einer anderen!

Sofort fuhr sie zu ihrer Schwiegermutter, um ihr weinend und am Boden zerstört von der dramatischen Entwicklung zu berichten. Die Schwiegermutter nahm sie herzlich in den Arm, und sprach zu ihr: "Mein Kind, ist Dir nicht aufgefallen, dass der Schokoladenpudding nach einem verbreiteten Rezept gemacht wird? Es steht in Tausenden von Kochbüchern! Mein Sohn weiß es aber nicht. Waren wir woanders zu Besuch, so gab es dort oft den gleichen Schokoladenpudding, und mein Sohn aß ihn auch. Kaum saßen wir zur Rückfahrt im Auto, so sagte er mir aus tiefster Überzeugung, dass der gegessene Pudding nicht halb so gut ge-
schmeckt habe, wie der von mir gemachte.

Dann sagte ich ihm immer, dass nur mein Rezept ganz auf seine Wünsche eingestellt sei, die nur ich als seine Mutter ganz genau kennen würde. Und ich sagte ihm immer, dass ich den Schokoladenpudding nur mit wahrer Herzensliebe zum Besten bekäme, und nur, weil er immer so lieb zu mir sei, könne ich ihm den Pudding überhaupt bereiten.

Je lieber er war, desto mehr Pudding bekam er von mir. Ließ sein Verhalten aber nach, dann wurde der Pudding gekürzt oder ganz gestrichen. Nur einmal hatte er wirklich etwas ausgefressen gehabt, und ich setzte ihn eine Woche lang auf Puddingentzug. Zuletzt war er so zermürbt und voller Reue, dass ich gar nicht mehr anders konnte, als ihm sofort seinen Pudding zu machen. Das hat er sich für alle Zeiten gemerkt, das sage ich Dir! So stellte ich es also sicher, dass er den Schokoladenpudding stets als höchste Köstlichkeit schätzte: Er meinte, nur ich könne ihn machen, weil nur ich seine Wünsche ganz genau kennen würde, und er bekam ihn stets nur in dem Maße, wie er es nach meinen Gefühlen wirklich verdient hatte.

Mein Kind, ich kannte Dich noch keine Viertelstunde, da wusste ich es, dass mein Sohn bei Dir ebenso gut aufgehoben sein könnte, wie er es zuvor bei mir war. Um mir ganz sicher zu sein, ob Du auch weißt, wie Du ihn anzufassen hast, hatte ich Dir einmal eine Frage gestellt. Ich hatte Dich gefragt, ob Du wissest, worum es beim Schokoladenpudding ginge. Du erinnerst Dich?"

Die Frau errötete. Sie erinnerte sich. Und sie hatte es damals nicht gewusst, was die Schwiegermutter überhaupt meinte. Auch damals war sie errötet, denn wie würde es aussehen, wenn eine Frau zugab, nichts vom Schokoladenpudding zu verstehen? Das ging doch irgendwie ganz einfach, das musste doch jede Frau wissen. Also konnte sie unmöglich so tun, als ob sie es nicht wisse. Und darum hatte sie ihre Schwiegermutter dreist belogen: "Natürlich weiß ich, worum es beim Schokoladenpudding geht, ich lebe doch nicht hinter dem Mond!"

Die Schwiegermutter fuhr fort: "Aha, Du hast mir damals also nicht die Wahrheit gesagt, weil Du Dich schämtest! Für Unwissen muss man sich nicht schämen, für die Lüge und die Selbstlüge aber doch.

Mein Kind, hatte Deine Mutter Dir nicht gesagt, dass Männer gar nichts zu schätzen wissen, worüber sie beliebig verfügen können? Nicht einmal ihre Mutter, nicht einmal ihre Frau, und erst recht keinen Schokoladenpudding! Mein Sohn ist überhaupt nicht anders als alle anderen Männer. Er liebt mich aber dafür, dass ich ihn glauben lasse, er habe tausend Geheimnisse, die nur ich alle kennen würde. Und er liebt mich dafür, dass ich ihn behandle, als sei er etwas ganz Besonderes. Dabei ist er nur für mich etwas Besonderes, weil ich ihn liebe!

Und er weiß, dass ich seine wahren Wünsche aus Liebe zu meinen mache, solange er dafür lieb zu mir ist. Und deshalb ist er auch bereit, sich im Guten alles von mir sagen zu lassen, und sich alles von mir schmackhaft machen zu lassen. Und so wickle ich ihn um meinen Finger, seitdem er das Licht der Welt erblickt hat.

Alles, was ich selbst besonders gern aß, aß ich ihm vor seinen Augen zuerst genüsslich vor. Dabei wurden seine Augen immer größer. Irgendwann waren seine Augen ganz groß, und er begann, mit seinen kleinen Armen zu rudern. Als er sich kaum noch bremsen konnte, bekam er den ersten Löffel. Dann fütterte ich ihn mit Liebe, aß mit ihm von einem Löffel, und sagte ihm stets: "Ja, das schmeckt Dir, nicht wahr?" Dabei lachte ich ihn an, und er freute sich, und es schmeckte ihm. Stelle Dir vor: Später lobte er mich dann dafür, dass ich das kochte, was ich selbst gern aß! Natürlich musste ich immer erst fragen: "Ja, das schmeckt Dir, nicht wahr?" Hätte ich ihm die Frage nicht gestellt, hätte er nicht einmal bemerkt, was er überhaupt aß! Doch dann sah er mich verliebt an, und sagte: "Das schmeckt wirklich, Mama, alle Achtung!" Und dann sagte ich ihm: "Für meinen geliebten Sohn gebe ich doch von Herzen gern mein Bestes!" Und er freute sich, und es schmeckte ihm noch besser.

Seit seinen ersten Tagen tat ich mein Bestes für seine Gefühle, doch immer, wenn er ganz besonders glücklich oder selig war, dann herzte ich ihn, und sagte ihm liebevoll: "Ich weiß, dass Du mich ganz feste lieb hast, und dafür habe ich Dich ganz feste lieb!" Und dann strahlte er über beide Backen! Er wusste zuerst nicht einmal, was Liebe überhaupt ist, doch ich ließ ihn spüren, dass Liebe etwas Schönes ist. Und auch, dass er sich meine Liebe zu ihm durch seine Liebe zu mir verdiene, und dass ich seine Liebe sehr zu schätzen wisse. Es machte ihm schließlich Freude, mir Freude erst zu machen und sich dann anschließend auch noch selbst über meine Freude zu freuen! Ich nahm ihn perfekt in meinen Griff, ohne dass er es überhaupt mitbekam. Anstatt nachzudenken, freute er sich immer nur, während ich ihm das beibrachte, was ich ihm beibringen wollte.

Und seit seinen ersten Tagen sagte ich ihm mindestens täglich, dass er ohne mich völlig verloren wäre, Dank meiner herzlichen Liebe zu ihm aber nichts zu fürchten habe, weil ich mich immer bestens um ihn kümmern würde. Schon als Säugling sah er mich froh und dankbar an, wenn ich ihm das sagte. Hätte ich ihm das nie gesagt, so wüsste er es bis heute nicht, wo er ohne mich stünde!
Er wüsste es nicht einmal, dass ich überhaupt seine Mutter bin, hätte ich ihm das nicht mit viel Lust und Liebe beigebracht. Und sogar seinen eigenen Vater musste ich ihm vorstellen und näher bringen, die beiden Männer sahen sich, und wussten nichts miteinander anzufangen!

Mein Sohn ist absolut überzeugt, ich sei die beste Mutter der Welt, obwohl er die mit Abstand meisten Mütter nicht einmal kennt! Auch diese Überzeugung habe ich ihm beigebracht, von allein wäre er niemals darauf gekommen. Dass er es meint, so besonders in seinen Wünschen und Vorstellungen zu sein, habe ich ihm auch beigebracht. So kann er nämlich nicht dahinter kommen, mit welcher Leichtigkeit ich ihn um meinen Finger wickle. Dass er nicht wisse, was er überhaupt wolle, habe ich ihm auch seit seinen ersten Tagen immer wieder beigebracht. Denn so kann ich meinen Willen zu seinem machen, ohne, dass er es überhaupt merken kann. Das System ist absolut sicher, solange ein Mann sich dabei rundum wohl fühlt. Dann kann er gar nicht dahinter kommen. Wir müssen die Männer auf gutem Kurs und bei guter Laune halten, dass wir uns selbst das Leben dabei schwer machen müssen, habe ich aber noch nie gehört."

Die Schwiegermutter fuhr fort:" Obwohl ich meinen Sohn von ganzem Herzen liebte, brachte ich ihn mit allen Tricks genau dorthin, wo ich ihn haben wollte, und das verkaufte ich ihm dann als sein höchstes Glück. Was ich ihm nicht bieten konnte oder wollte, redete ich ihm aus, was ich ihm bieten konnte und wollte, machte ich ihm köstlich. Wie das ging, hatte meine eigene Mutter mir ganz genau erklärt. Was sie mir nicht erklärt hatte, war, wie ich mit dem Vater meines Sohnes, meinem Mann, umzugehen hatte. Mein Sohn war noch ein Säugling, da spürte ich, dass mein Mann sich nach dem Schokoladenpudding anderer Frauen sehnte. Natürlich gab er es nicht zu. Nur mich und meinen Schokoladenpudding würde er lieben, und zwar von ganzem Herzen. Nichts anderes hörte ich von ihm. Doch ich spürte, dass er log, um mich nicht zu kränken und um unangenehmen Gesprächen aus dem Wege zu gehen.

Dann dachte ich nach. Ich hatte zwei Männer, die ich beide von ganzem Herzen liebte, so dass ich bemüht war, beiden wirklich alles zu geben. Doch während der eine mich wie verrückt liebte, verlor der andere immer deutlicher jedes Interesse an mir und meinem Schokoladenpudding. Dann hatte ich den Geistesblitz. Ich liebte sie beide gleichermaßen, doch ich behandelte sie völlig verschieden. Dem einen machte ich mit allen Mitteln im Guten klar, wo es lang ging, weil ich wusste, dass er selbst noch gar nichts wusste. Doch bei dem anderen war ich der Meinung gewesen, er wisse es selbst, wo es lang ging, und so hatte ich mich ihm untergeordnet.

Genau das war der Irrtum gewesen, wie mir sofort klar wurde. Und an dem Tage entschied ich mich, meinen eigenen Mann im Grunde genauso zu behandeln wie mein Baby, ihm das mit Lust und Liebe schmackhaft zu machen, was ich im gemeinsamen Sinne will, und ihm nichts anderes zuzulassen. Weil mir auf die Schnelle nichts anderes einfiel, machte ich es bei dem Großen dann genauso wie bei dem Kleinen, mit genau den selben Worten und weitgehend sogar mit den selben Mitteln! Und es funktionierte tatsächlich hervorragend."
Die Schwiegermutter fuhr fort: "Männer wissen gar nichts, was wir Frauen ihnen nicht liebe- und mühevoll beigebracht haben. Aber gerade das ist unser Vorteil, denn im Guten können wir ihnen deshalb alles beibringen, was wir ihnen beibringen wollen.

Mache ihm Deinen Wert klar, lasse Dir von ihm wirklich gar nichts ungestraft bieten, und mache ihm Deinen Pudding köstlich! Erspüre seine wahren Gefühle sensibel, und gib ihm immer genau das, was er nach Deinen Gefühlen wirklich verdient hat, und schon wird er Dich und Deinen Schokoladenpudding lieben!" So schloss der Rat der Schwiegermutter.

Darauf fragte die Frau ungläubig: "Ich soll Deinen Sohn wie ein kleines Kind behandeln? Dein Sohn ist heute der jüngste Professor für Psychologie in ganz Nordamerika!"

Darauf sagte die Schwiegermutter: "Ich finde es erstaunlich, dass man in der Psychologie soweit kommen kann, ohne sich selbst zu verstehen. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass Männer uns nicht ersetzen können. Wem glaubst Du, seiner Mutter, oder seinen eitlen Irrtümern, Hochschulzeugnissen und Gehaltsstreifen? Als er neun Jahre war, fand ich bei ihm Mathebücher, die keiner seiner Lehrer verstand. Hätte ich mich davon beeindrucken lassen sollen? Er war ein Kind, und das ist er auch heute noch!" Nun hatte die Schwieger- tochter verstanden. Der Mann tat nur so, als ob er kein Kind mehr sei. Und er tat nur so, als ob er immer die herrschende Kraft sein wolle. Das lag in Wahrheit sogar an den Frauen. Denn immer, wenn sie ihren Söhnen ein Verhalten austreiben wollten, sagten sie einfach: "Du benimmst Dich wie ein kleines Kind, schäme Dich!" So waren die Frauen es selbst schuld, dass ein Mann sich bereits bei dem Gedanken schämte, dass er im Grunde wie ein Kind sein könne. Sobald eine Frau aber erkannte, dass er in Wahrheit doch ein Kind war, das im Guten geführt werden musste, zählten seine ganzen Irrtümer und Eitelkeiten nicht mehr. Dann lag sein Herz in ihrer Hand.

Als die Frau zurück bei ihrem Manne war, sagte sie zu ihm: "Ich hatte im Pudding nicht nur eine Zutat vergessen, sondern ihn ganz falsch zubereitet gehabt. Ich wundere mich, dass Du ihn überhaupt essen konntest. Zwei ganze Tage lang hat Deine Mutter mir alle Geheimnisse des Schokoladenpuddings im Detail erklärt, auch solche, die sie bisher nicht gelüftet hatte. Die Zubereitung des Puddings erfordert allerdings viel mehr herzliche Mühe, Einfühlsamkeit und auch Konsequenz, als es beim alten Pudding der Fall war. Darum wirst Du ihn nur dann von mir bekommen, wenn ich es in Deinen Augen lese, dass Du Dich ganz und gar nach ihm verzehrst! Und nur, wenn Du ganz besonders lieb zu mir warst und mich ganz besonders lieb darum bittest, bin ich bereit, ihn Dir überhaupt zu geben! Nun weiß ich es nämlich ganz genau, wie der Pudding für Dich zu bereiten ist! Keine einzige andere Frau auf der Welt kann es auch nur halb so gut wissen wie ich! Doch wenn Du meinen solltest, Pudding auch bei anderen Frauen essen zu wollen, dann gehe sofort zu ihnen und bleibe dort, denn dann wirst Du in Deinem ganzen Leben keinen Pudding mehr von mir bekommen!"

Der Mann sah sie mit großen Augen an, und fragte: "Du bist Dir dieses Mal wirklich ganz sicher, dass es der richtige Pudding ist? Die Logik sagt mir, dass Mutter mir einen im Grunde normalen Pudding serviert. Aber meine Gefühle sagen mir etwas anderes, irgendetwas hat er doch, was andere nicht haben. Mir gegenüber hält Mutter aber eisern Verschwiegenheit über das Geheimnis ihres Puddings, da kann ich machen, was ich will. Ich weiß es jedenfalls nicht, woran es liegt, aber für mich braucht der Pudding eine ganz besondere Note, sonst ist er kein wahrer Pudding für mich. Bist Du Dir denn wirklich ganz sicher, dass Du es jetzt weißt, wie ich den Pudding haben will?"

Darauf sagte die Frau im Tone absoluter Entschlossenheit: "Ich habe für Dich ganz genau den Pudding, den Du brauchst! Ich habe den Pudding, der Dir besser schmeckt als alle anderen zusammen und der Dir auch noch am besten bekommt! Denn nun weiß ich es ganz genau, was Du in Wahrheit willst, jetzt kenne ich alle Deine Geheimnisse und Wünsche! Du weißt es selbst, dass Du nur aus Besonderheiten, Einzigartigkeiten und tiefsten Geheimnissen bestehst. Welche Frau außer mir sollte damit schon zurecht kommen? Welche wollte es überhaupt, wenn sie auch einen unkomplizierten Mann haben kann? Überlege es Dir gut, wem Du Deine Gefühle wirklich anvertrauen willst! Nur eine Frau, die Dich ganz genauso lieb hat wie Deine eigene Mutter, kann Deine Kompliziertheit überhaupt ertragen! Doch auch meine Geduld ist bald am Ende, wenn Du meine Liebe nicht einmal zu schätzen weißt! Von nun an weht ein anderer Wind, und Du bekommst gar nichts mehr von mir, wenn Du mir zuvor nicht hoch und heilig geschworen hast, Schokoladenpudding nur noch von mir und nur noch nach meinen Regeln zu naschen! Von nun an werde ich Deine Göttin des Schokoladenpuddings sein, die Dir den Schokoladenpudding gibt, den Du Dir durch Liebe und Wertschätzung verdienst! Dein Einverständnis dazu will ich absolut überzeugend von Dir hören! Bis dahin esse ich den Schokoladenpudding allein, lasse Dich höchstens daran riechen!"

Während der kleine Mann auf dem Schosse der Frau saß, saß die Frau auf dem Schosse des Großen, das war der einzige Unterschied. Sie ließ ihn den Schokoladenpudding sehen, sie ließ ihn auch daran riechen, doch anstatt ihm zu geben, aß sie ihm genüsslich vor. Solange, bis seine Augen ganz groß waren und es so schien, als ob er mit seinen Armen rudern wolle. Solange, bis er kaum noch zu bremsen war. Dann gab sie ihm vom selben Löffel, und kaum hatte er ihn im Mund, so lachte sie ihn an, und sagte zu ihm: "Ja, das schmeckt Dir, nicht wahr?" Und er freute sich, und es schmeckte ihm. Und von dem Tage an bekam er von ihr gar nichts, was er sich nicht durch Liebe zu ihr und Wertschätzung ihrer Gaben verdient hatte, das Verdiente aber gab sie ihm von Herzen. Und so wusste er alles zu schätzen, was sie ihm gab. Und weil er es so zu schätzen wusste, war er so lieb zu ihr, und zeigte ihr sein Begehren so offen und ehrlich, dass sie ihm doch wieder alles gab, aber eben anders als beim ersten Mal: So, wie er es nach seinen wahren Wünschen, nicht nach seinen Worten wollte, so, dass er es selbst zu schätzen wusste.

Und immer, wenn er den Pudding aufgegessen hatte, nahm seine Frau ihn liebevoll in den Arm, und sagte zu ihm: "Ohne mich wärest Du armer Kerl völlig verloren, weil Du von allein nicht einmal weißt, was Du überhaupt willst. Doch weil ich Dich von ganzem Herzen liebe und mich immer gut um Dich kümmere, kannst Du Dich ganz sicher fühlen!" Und der Mann sah seine Frau froh und dankbar an. Dafür herzte sie ihn dann liebevoll und sagte: "Ich weiß, dass Du mich ganz feste lieb hast, und dafür habe ich Dich auch ganz feste lieb!" Er strahlte über beide Backen.

Endlich war er sich ganz sicher, dass seine Frau ihn nicht nur liebte, sondern ihn auch noch besser verstand, als er sich selbst. Denn nun schmeckte ihm ihr Pudding. Das war ihm ganz besonders wichtig, denn schließlich war er ja ganz anders als alle anderen Männer. Er bestand ja nur aus tiefsten Geheimnissen, Einzigartigkeiten und Besonderheiten. Er war ja so kompliziert, dass er sich selbst nicht verstehen konnte. Das war tatsächlich der wahre Grund dafür, dass er überhaupt eine Frau brauchte. Sein hochintelligenter Geist wollte es zwar nicht akzeptieren, doch seine Gefühle waren sich ganz sicher. Mit größtem Eifer hatte er sich nur deshalb in die Psychologie gestürzt, um herauszubekommen, was er selbst wollte. Er kannte jede Menge pseudowissenschaftlichen Unsinn auswendig, und hätte mit Zeugnissen und Urkunden jedes mittlere Wohnzimmer tapezieren können, doch in eigener Sache war er um keinen Deut klüger geworden.

Das männliche Hirn war nur begrenzt zu eigenem Willen fähig, es fehlte ein Hirnbaustein für den ganzen Willen. Doch die Frau hatte das passende Ergänzungsstück in ihrem Schädel sitzen, universell passend für alle Männer in allen Altersklassen und Lebenslagen. Auf diesem Wege konnte die Frau ihre Interessen in jeder Situation gegenüber jedem Manne vertreten, und ganz ohne Frau konnte ein Mann nur halbblind umherirren. Das wollte der Mann aber auf keinen Fall wahrhaben, das war der schlimmste Gedanke für ihn überhaupt: Männliche Abhängigkeit von einer Frau!

Nicht nur, dass er es selbst nicht wusste, was er wirklich wollte, er wusste es von allein nicht einmal, was er unbedingt brauchte, was für ihn absolut unverzichtbar war! Er nahm es seinen eigenen Gefühlen krumm, dass sie sich einer Frau unterordnen wollten! Als Kind war er zu stolz gewesen, seine Leitung durch die Mutter nach Außen zuzugeben. "Mamasöhnchen" war eine Spitze der Gehässigkeiten, die Jungen sich gegenseitig an den Kopf warfen. Doch ging es einem von ihnen dreckig, dann rannte er garantiert sofort zu seiner Mutter.

Als erwachsener Mann wollte er über dem Verdacht erhaben sein, dass er sich von irgendeiner Frau auch nur irgendetwas sagen ließe. Er wollte also so scheinen, als ob er alle Frauen, einschließlich seiner eigenen, gar nicht ernst nehmen würde. Und ebenso wollte er nicht in den Verdacht geraten, seine Frau auch nur ein einziges Mal um eine Gefälligkeit bitten zu müssen. Er wollte also auch noch so tun, als ob seine eigene Frau seine willenlose Befehlsempfängerin sei, die jederzeit zu springen habe, sobald er mit den Fingern schnippe.

Doch das war alles noch gar nichts im Vergleich zu dem Allerschlimmsten aus seiner Sicht: Unter gar keinen Umständen wollte er in den Verdacht geraten, seine eigene Frau zu vergöttern! Denn seine eigene Frau musste er wie eine dumme und unterwürfige Magd behandeln, wenn er von anderen Männern akzeptiert werden wollte. Denn so machten es ja alle Männer, ganz besonders die, die davon überzeugt schienen, dass sie die Größten waren. In Wahrheit hatten gerade sie zwar nichts zu bieten, doch das fiel anderen Männern nicht auf. Denn wie sollte ein Mann andere Männer verstehen, wenn er sich selbst nicht verstand? Und darum hatten gerade die größten Flaschen unter den Männern darüber zu bestimmen, wer überhaupt ein Mann war.

Ein Mann musste also ein wahrer Prahlhans sein, ohne dass er auch nur irgendetwas zu bieten hatte, und er musste alles ganz genau andersherum machen, als er es in Wahrheit wollte. Das war der Maßstab, der zu erfüllen war, wollte ein Mann ein ganzer Mann sein. Sonst musste er sich schämen, sonst war er ein Schwächling und Versager, ein Weiberknecht! Und das war es, was er garantiert nicht sein wollte: Ein Schwächling, ein Versager und ein Weiber- knecht.

So zielte der Mann mit aller Kraft auf das Gegenteil dessen, was er wirklich wollte, denn natürlich wollte er eine Göttin, wenn auch eine herzensgute. Eine Göttin kann man aber nur wollen, wenn man auch bereit ist, sie als Göttin zu behandeln. Und natürlich schmeckte alles besser, wenn man lieb darum bitten musste. Und ohne ein liebes "Bitte!" gab eine Göttin auch nichts heraus, selbst eine herzensgute nicht. Und natürlich war es gefährlicher Irrsinn, guten Rat von der eigenen Frau auszuschlagen, denn gerade für die Erkennung gefährlichen Irrsinns war der Mann allein absolut blind. Er konnte gefährlichen Irrsinn jederzeit mit Leichtigkeit produzieren, doch er konnte gerade den von ihm selbst produzierten Irrsinn nicht einmal sehen. Schlimmer noch: Auf das, was jeder andere Mensch als gefährlichen Irrsinn erkannte, war der Mann meistens besonders stolz.

Der Mann war sein eigener und größter Feind, indem er wahre Liebe mit Sklavendasein verwechselte. Eigene Rücksichtslosigkeiten oder Dummheiten ordnete er dafür als Symbole männlicher Freiheit ein. Er setzte wirklich alles daran, bloß kein "Pantoffelheld" zu sein. Denn der "Pantoffelheld" war nichts anderes als die Erwachsenenform des höchst verachtungswürdigen "Mamasöhnchens". Doch wenn der unendlich stolze Mann wirklich nicht mehr weiter wusste, dann war er heilfroh, wenn er irgendeine Frau hatte oder fand, bei der er sich ausweinen und Schutz und Hilfe suchen konnte. Am besten natürlich, ohne dass es ein anderer Mann erfuhr, das war ihm das zweit wichtigste dabei.

Der Mann wusste nicht, was er überhaupt wollte. Und er war gerade einmal halb so stark, wie er es solange meinte, wie nichts zu beweisen war. Aber er wollte um jeden Preis so scheinen, als ob er alles ganz genau wisse und als ob er absolut unschlagbar sei. Als ob er sich und die ganze Welt beherrschen würde, erst recht alle Frauen. Damit war er für sich allein ein absolut hoffnungsloser Fall. Er brauchte dringend herzliche, aber auch konsequente weibliche Hilfe.

Also brauchte auch der klügste Psychologieprofessor eine kluge Frau. Nicht unbedingt eine, die in seiner Art so klug war wie er, aber jedenfalls eine, die in der Art klug war, wie eine gute Mutter es war. Eine, die seine Gefühle verstand, und ihm dann im Guten sagte und gab, was für beide gut war. So konnte er wenigstens indirekt von ihr erfahren, was er selbst überhaupt wollte, und zugleich gab sie es ihm auch so, dass er sich dabei wohl fühlte.

Und so bekam er den Schokoladenpudding auch weiterhin unverändert im Rezept, doch er merkte es natürlich nicht. Er sah ihn mit anderen Augen, roch ihn mit anderer Nase, und schmeckte ihn mit anderer Zunge als zuletzt zuvor. Denn er sah ihn so, wie die Frau es ihm nun abverlangte, dass er ihn so zu sehen habe, falls er überhaupt Pudding kosten wolle. Sie machte es ihm vor, wie er den Pudding zu betrachten und zu genießen hatte, brachte es ihm bei, wie seine Mutter es dereinst getan hatte. Selbst den simpelsten Pudding konnte eine gute Frau ihrem Mann zur höchsten Lebensfreude machen, was dem Mann das Leben zwar nicht erleichterte, ihm das Leben aber viel leichter erscheinen ließ. Selbst das sonst bitterste Leben machte sie ihm noch süß, selbst der dunkelste Schrecken wurde zumindest hell, war er erst mit dem Zuckerguss der Liebe und des Wohlgefühls überstrichen.

Das war es, weshalb er sie liebte, für den Zuckerguss und den Schokoladen-
pudding. Und sobald er diese Dinge passend serviert bekam, fiel es ihm selbst gar nicht mehr auf, was die Frau ihm dabei alles so beibrachte und abrang. Denn natürlich hatte sie es ihm auch beigebracht, dass es für ihn selbst das Beste sei, ihrem Lebensglück zu dienen. Denn ihrem Lebensglück zu dienen, sei in Wahrheit sein größter Wunsch, das erklärte sie ihm immer wieder und machte ihm diese Ansicht mit allen Mitteln schmackhaft. Weil er es selbst gar nicht wusste, was er überhaupt wollte, glaubte er ihr dann sogar das!

Und wollte er auch nur zweifeln, so sagte sie sofort sanft und lockend zu ihm: "Komm zu mir, und lasse mich spüren, wie lieb Du mich hast!" Und weil er sie so lieb hatte und weil er sie das auch so gern spüren lassen wollte, vergaß er tatsächlich sofort alles andere! Und kaum war er dann bei ihr, so hämmerte sie es ihm mit Lust und Liebe noch tiefer ein, dass es sein größter Wunsch sei, sie zu lieben. Sie machte sich nämlich zu seinem Schokoladenpudding, von dem er nur nach ihren Regeln kosten durfte! Und ihre Regeln waren so, dass es ihm gut gefiel, weil er sie dabei zu schätzen lernte! Sie machte ihm vor, wie sie zu behandeln war, und nur so hatte er sie zu behandeln! Sie brachte ihm gefühlvoll bei, wie er für alles zu empfinden hatte, was sie ihm überhaupt zu bieten hatte. Nur für höchste Wertschätzung durfte er naschen, und natürlich nur, wenn er ganz lieb gewesen war. Sonst war dieser Pudding gestrichen. Und darum schätzte er ihn hoch, und darum war er lieb, und darum konnte die Frau jederzeit sagen: "Komm.zu mir..". Und schon lösten sich die Zweifel des Mannes daran, dass ihr Glück sein höchstes Ziel sei, in Wohlgefallen auf. Während er dachte, sie wolle seine Liebe spüren, ging es ihr darum, ihn zu manipulieren.

Jedes Mal aber, wenn die liebende Frau den Mann dort hatte, dass er nur noch für ihr Glück leben wollte, spürte sie es, dass sie in Wahrheit nur zu seinem Wohle leben wollte! Dann wollte sie zwar auch sein Pudding sein, doch dann sollte er ihr beibringen, wie schön es für sie sei, sein Pudding zu sein! Dann wollte sie ihn ganz und gar machen lassen, dann wollte sie sich ihm hingeben. Und dem Mann war klar, dass er völlig verloren sein würde, wenn er diesen Pudding nicht zu ihrer Zufriedenheit rührte. Und so war er einfühlsam und entschlossen zugleich, und so rührte er den Pudding richtig. Nämlich so, wie sie es ihm zuvor erklärt hatte, so, wie sie es sich wünschte. Und danach lobte sie ihn
liebevoll dafür, dass er es verstanden habe, so gut auf sie einzugehen. Und der Mann war froh, dass er wenigstens wusste, was seine Frau wollte. Denn das war ihm nun das wichtigste, schließlich war ihr Lebensglück sein höchstes Anliegen.

Männer wissen absolut nicht, was sie wirklich wollen, aber sie spüren es, wie sie sich fühlen. Und sie brauchen darum eine Mutter, die sie verstehen und mit ihnen fühlen kann, und die ihnen dann alles gibt und sagt, was gut für sie ist. Und genau so eine Frau brauchen sie auch, und tatsächlich wollen sie diese Frau auch vergöttern, als Göttin ihrer Gefühle. Nur dann können sie diese Frau überhaupt von ganzem Herzen lieben. Und ob sie sich von einer Frau geliebt fühlen, wie von ihrer eigenen Mutter, und ob sie eine Frau vergöttern, liegt tatsächlich nur an der Frau. Solange sie den Mann nicht versteht, erscheint es ihr völlig unmöglich, doch sobald sie ihn versteht, ist es für sie die kleinste Kleinigkeit. So einfach ist der komplizierte Mann in Wahrheit, wenn die Frau richtig mit ihm umgeht.

Das heißt, es gibt auch andere Männer. Diese Männer wollen im Prinzip zwar das selbe, wie die einen Männer, aber sie durchschauen das Spiel der Frauen. Der kluge Psychologieprofessor hatte als Kind nach einer komplizierten Erklärung des Vorgehens seiner Mutter gesucht, nur deshalb hatte er heimlich Mathematik gelernt. Er wollte seine eigene Mutter ausrechnen, und landete schließlich in der höheren Mathematik. Er stellte Formeln auf, die nur noch er verstand, aber sie führten nicht zum praktischen Erfolg. Dann wurde ihm selbst klar, dass die Lösung ganz simpel sein musste. So musste es seit Millionen Jahren laufen, bereits zu Zeiten, als Menschen nur bis zehn zählen konnten. Von da an, er war noch nicht ganz zehn Jahre alt, war der Rest ein Kinderspiel für ihn. Mit immer den selben Sprüchen erzielte seine Mutter immer wieder die selbe unwiderstehliche Wirkung bei ihm, und er konnte es sich denken, wann und wie sie ihm das einzementiert haben musste. Im Grunde so, wie er es immer noch erlebte, doch bereits seit seinen ersten Tagen.

Ihm war klar, dass sie ihm diese Sprüche schon beigebracht hatte, als sein Verstand noch wehrlos gewesen war. So hatte sie ihr Leben lang die Tastatur in der Hand, mit der sie in ihrem Sinne jederzeit an seine tiefsten Gefühle appellieren konnte. Der Psychologieprofessor sah alles, wie es war, und stellte sich dennoch dumm. Seine Mutter, die ihn so sehr liebte, sollte doch ruhig meinen, dass sie ihn im Guten hereinlegte.

Zum einen gönnte er ihr die Freude, zum anderen machte gerade diese Meinung seiner Mutter ihre Flanken frei, denn so fühlte sie sich haushoch überlegen. Damit sie nicht Witterung nehmen konnte, fragte er sie oft von sich aus, was denn wohl in seinem Sinne das Beste sei, denn er wisse es selbst nicht. So machte er sie arglos. Außerdem nahm er sie gelegentlich herzlich in seine Arme, küsste sie, bis ihr schwindelig wurde, und sagte dann: "Du bist die beste Mama der Welt, ich wüsste überhaupt nicht, was ich ohne Dich machen sollte!" Auf diesen Trick fiel die Mutter besonders zuverlässig herein, so dass sie stets meinte, sie habe die Oberhand.

Damit hatte der Sohn die Möglichkeit, seinerseits die Mutter im Guten hereinzulegen, und zwar noch geschickter, als sie ihn hereinlegte: Bevor er sich von seiner Mutter einreden ließ, was er wollte, redete er ihr zunächst ein, was sie wollte. Und dann konnte sie ihm nur noch das einreden, was er schon vorher selbst gewollt hatte. Ob es immer richtig lief, konnte er natürlich nicht sagen, weil er ja nicht wusste, was er überhaupt wollte.

Und so war es ihm auch bei der Wahl der Ehefrau ergangen. Die eine hatte etwas, die andere auch, und keine hatte alles. Im Grunde waren ihm alle Frauen zuwenig gewesen. Doch seine Mutter strich ihm zuletzt den Pudding, wenn er sich nicht um eine Frau bemühen wollte. So hatte er sein Bestes gegeben, irgendwelche Frauen zum gemeinsamen Tee mit seiner Mutter und ihm zu bewegen, um gegenüber seiner Mutter seinen guten Willen zu zeigen.

Heilfroh war er stets gewesen, wenn eine von ihm vorgestellte Frau bei der Mutter durchgefallen war, dann hatte er anschließend ein paar Wochen Ruhe. Und so trieb er grundsätzlich jede zum Tee, die er zum Tee treiben konnte, war ihr gegenüber allerdings ehrlich, worum es ihm ging. So war es dann auch kein Wunder, dass eine nach der anderen bei seiner Mutter durchfiel, denn genau darauf legten die Frauen es in seinem Sinne an.

Doch eines Tages war etwas schief gelaufen. Schon wochenlang hatte er seine Mutter getröstet, bald werde er bestimmt die passende Frau kennen lernen, und erst, als es nicht mehr anders ging, hatte er den Termin zum Tee angekündigt. Es war alles ideal inszeniert, doch die Frau brach sich in fast letzter Minute ein Bein beim Eislaufen. Da er sich schon seit Wochen mit faulen Ausreden vor dem Drängen seiner Mutter geschützt hatte, konnte ihm selbst diese Wahrheit aber nicht mehr helfen. Auch seine Mutter glaubte nur begrenzt an Zufälle, und ihre Geduld hatte er bereits bis zum Ã"ußersten strapaziert. Ihre Gefühle brauchten eine leibhafte Kandidatin beim Tee, nichts anderes konnte jetzt noch trumpfen.

Er hatte tatsächlich ein Problem. Und beim Nachdenken fiel SIE ihm plötzlich ein. SIE, die große Augen bekam, wenn sie ihn nur sah, für die er sich aber absolut überhaupt nicht interessierte. Bisher hatte er sie aus seiner Strategie herausgehalten, denn er wollte ihr auf keinen Fall falsche Hoffnungen machen. Als Sohn einer klugen Mutter wusste er aber, dass man Menschen nicht nur etwas einreden, sondern auch etwas ausreden konnte. Und so entschloss er sich, sich dieser Frau zunächst auszureden, damit er ihr dann einreden könnte, ihm den gewünschten Gefallen zu tun, ohne sie verletzen zu können.

Er passte sie so ab, dass sie ungestört reden konnten. Dann ging er massiv zur Sache, sagte ihr, dass er ein riesengroßes Problem habe und darum bitte, sie ins Vertrauen ziehen zu dürfen. Das war eine Formsache. Dann sah er tief betrübt zu Boden und sagte, dass er unglücklich und unsterblich in eine SM-Domina verliebt sei, dass seine Mutter das aber auf keinen Fall erfahren dürfe, denn ihr Herz sei doch nicht mehr 20. Außerdem ließ er durchblicken, dass verschiedene Formen von Geisteskrankheit fest im Blute seiner Ahnen verankert seien, darunter auch noch völlig unerforschte.

Vorsichtshalber wies er auch noch darauf hin, dass die Domina ihn längst unumkehrbar in die Impotenz getrieben habe. Dabei gab er sich so erschlagen und bedrückt, dass er selbst sich des Erfolges sicher war. Sie hätte nach seiner Überzeugung geisteskrank sein müssen, wenn sie ihn nun noch gewollt hätte. Und geisteskrank war sie nicht, davon war er auch überzeugt. Damit war die Sache bis hierher rund für ihn, nun konnte das Einreden beginnen.

Sie ließ ihn nur reden, und gab dann ihr OK. So wurde die auf den Termin wartende Mutter nicht enttäuscht, doch es geschah etwas viel Schlimmeres. Die Frau, der er sich ausgeredet hatte, tat etwas Hundsgemeines, sie brach sein Vertrauen ruchlos. Sie tat etwas, was er ihr niemals zugetraut hatte, etwas, was aus seiner Sicht so hinterhältig war, wie etwas nur sein konnte. Sie verstand sich beim Tee mit seiner Mutter!

Auf diese Eventualität war er gar nicht eingerichtet gewesen. Von langer Hand planend, hatte er sonst Frauen organisiert, die ihre eigenen Männer bereits hatten und sie zudem restlos liebten. Das funktionierte sauber. Den Freundschaftsdienst hatte er ihnen indirekt über ihre Männer abgerungen, die solange ihre Herzen in seinem Sinne rührten, bis ihre Frauen nachgaben. Wie auch immer sie sich beim Tee verhielten, so lautete das sichere Urteil der Mutter unter Garantie: "Sie liebt Dich nicht wirklich!" Schaffte er es dann, ein bestürztes Gesicht zu machen, so konnte ihm das längere Zeit Ruhe bringen. Denn dann konnte er seiner Mutter sagen, seine Gefühle müssten sich erst neu sammeln, vorübergehend habe er die Nase von Frauen einfach voll.

Doch dann diese unerwartete Pleite. Das erste Mal, dass es auch nur theoretisch hatte schief gehen können, war es schief gegangen. Obwohl er sich der Frau doch so überzeugend ausgeredet gehabt hatte. Nun war sein ganzes System von Lug und Trug auf beiden Seiten vom Einsturz nicht nur gefährdet, sondern ihm im Grunde bereits preisgegeben. Immer kleiner wurde er am Teetisch, während die beiden Frauen immer lockerer und fröhlicher wurden. Es schien nur noch eine Frage des Wann und Wie, dass sie über ihn herfielen. Doch die Frauen wirkten viel geschickter. Die Axt der Enttarnung ließen sie zu seiner Einschüchterung über seinem Haupte schweben, während sie ihn liebevoll und herzlich behandelten. Und seine Mutter tat ganz genau so, als ob die Frau beim Tee diejenige sei, die ihr Sohn unbedingt wolle. Ganz begeistert habe ihr Sohn stets von ihr berichtet, versicherte sie der Frau. Schon seit Wochen schwärme er von ihr. Und sie als Mutter sei ja so froh, dass ihr Sohn ihr endlich einmal eine Frau vorstelle, die wirklich zu ihm passe und die er selbst von ganzem Herzen liebe.

In dieser Lage hatte er die schlechtesten Karten, die er überhaupt haben konnte.
Er hatte immer von der Frau für den nächsten Teetermin geschwärmt, er hatte immer gesagt, dass er bis über beide Ohren verliebt sei. Weil seine Mutter die Strategie zu durchschauen drohte, war er zuletzt immer schwärmerischer geworden. Das hatte er nun davon.

Letztlich war er verheiratet, ohne selbst zu wissen, weshalb. Aber die beiden Frauen waren sich sicher und einig gewesen, das wusste er. Und weil ihm selbst bis zu dem Tage nichts Besseres eingefallen war, glaubte er es seiner Mutter, dass er bei der Frau bestens aufgehoben sein werde. Das fiel ihm nicht schwer, weil die Frau ihm ständig einredete, dass er eine tolle Mutter habe, die genau wisse, was gut für ihn sei. Dieser gemeinschaftlichen Hirnwäsche konnte er nicht lange widerstehen, irgendwann wollte er es nicht einmal mehr versuchen.

Doch um seine Interessen wenigstens irgendwie berücksichtigt zu wissen, hatte er seine Mutter unter vier Augen gefragt: "Und was wird sein, wenn ich mich mit ihr nicht wohl fühle?" Daraufhin hatte seine Mutter ihm geschworen, dann werde sie selbst dafür sorgen, dass sich das in seinem Sinne ändere. Damit war die Sache für den Sohn dann klar gewesen, er heiratete, ohne sich selbst noch irgendwelche Gedanken zu machen. Dafür war er klug genug. Er wusste, dass er die Frau nur deshalb uninteressant gefunden hatte, weil sie ihm gegenüber unterordnungsbereit auftrat. Genau so eine Frau will kein Mann haben. Soviel weiß sogar ein Psychologe. Und natürlich wusste er nun, dass die Frau grundsätzlich auch anders auftreten könnte, denn seine Mutter musste das erkannt haben. Dabei hatte sie es nicht schwer gehabt, denn wenn eine Frau einen Mann wirklich unbedingt haben will, dann kann sie ihn auch glücklich machen. Und weil die Mutter nicht den selben Irrtümern aufsaß wie der Sohn, hatte sie sich nur dafür interessiert, ob die Frau lebenstüchtig schien und bereit war, den Sohn ebenso zu lieben, wie sie selbst es tat. Das spürte sie sehr schnell, bereits damit war für sie im Grunde alles klar gewesen.

Und natürlich lag der Sohn völlig daneben, wenn er dachte, seine Mutter habe sich von ihm auch nur ein einziges Mal täuschen lassen. Sie wusste, dass er eine Frau wollte, aber nicht in der Lage war, sie zu finden. Und sie wusste, dass die herzlichen Frauen von heute nicht wussten, wie man sich den Mann angelt. Also musste sie mitmischen. Sie merkte es sofort, wenn etwas arrangiert war, doch sie sagte es nicht. Ihr Sohn tat das nur, um seine Mühe zu beweisen, auch wenn er nichts Gescheites zu bieten hatte. Natürlich wäre er viel lieber mit einer erschienen, die ihm gefiel und es ernst mit ihm meinte, das war der Mutter klar.

Damit wusste sie, dass er selbst sein bestes gab, um voranzukommen. Auch aus Liebe zu ihr, und das tat ihr ebenso gut wie die unterhaltsame Teerunde. Die Frauen waren durchweg sehr nett zu ihr gewesen, weil sie alle ein schlechtes Gewissen hatten, einer guten Mutter Theater vorzuspielen. Jederzeit hätte sie die Lüge offen entlarven können, stellte sich aber aus Rücksicht froh und naiv, nahm den Frauen das schlechte Gewissen, so gut es ging, und nahm ihren Sohn so ernst, wie möglich. Bis die Frau weg war. Dann sagte sie ihm, er solle ihr endlich einmal eine vorstellen, die wirklich etwas von ihm wolle. Dann machte ihr Sohn ein bestürztes Gesicht, und sagte, er habe zur Zeit von Frauen einfach die Nase voll.

Die Mutter hatte darauf gesetzt, dass ihr Sohn ihr irgendwann eine vorstellte, die ihr selbst wirklich zusagte. Dann würde sie die beiden solange an ihren Fäden tanzen lassen, bis es zwischen den beiden rundum passte. Das hatte sie sich geschworen gehabt.

Die Frau selbst hatte dem Mann nicht eine einzige Sekunde geglaubt, als er ihr seine Lügenmärchen servierte. Während Männer nicht wissen, was sie wollen, können verliebte Frauen nämlich nur das glauben, was ihnen gut gefällt. Und so glaubte sie überhaupt nichts von dem, womit er sich ihr ausreden wollte. Sie verstand aber, dass seine Mutter ihn unbedingt unter die Haube bringen wolle und dass er deshalb ganz schnell eine Frau brauche, die er seiner Mutter vorstellen könne.

Und sie spürte, dass er seine Vorstellung aus Liebe gab. Er gab sie zwar aus Liebe zu seiner Mutter, doch das hätte die Frau niemals geglaubt. Und damit war für sie klar gewesen, dass seine Vorstellung ein originell vorgetragener Heiratsantrag war. Damit war es klare Sache für sie, bei der Teerunde dabei zu sein. Es wäre tatsächlich alles restlos schief gegangen, wäre seine Mutter nicht gewesen. Er wäre sehenden Auges an der passenden Frau vorbeigelaufen, sie wäre den Irrtümern eines anderen und ihrem eigenen Unwissen zum Opfer gefallen.

So aber machte sie ihren Mann glücklich und brachte ihm absolut alles bei, was er können musste, um sie glücklich zu machen. Das Leben schien so einfach und glücklich. Sie hatte es verstanden, dass Frauen ganz einfach mit Männern umgehen können, wenn Frauen es nur gut mit den Männern und auch mit sich selbst meinen. So meinte sie tatsächlich, sie sei für das Leben gewappnet.

Doch das stimmte nicht ganz. Das Kind, das sie zur Welt brachte, war nämlich eine Tochter. Natürlich liebten beide Eltern das Kind genauso, als wäre es ein Sohn gewesen. Doch es war kein Sohn, sondern hatte die Eigenschaften einer Frau. Als die Kleine das erste Mal ihren Vater sah, lachte sie ihn an. Er nahm sie auf den Arm, und sie flirtete sofort sehr aufgeregt mit ihm. Von ganzem Herzen war die Mutter froh, dass ihre beiden Liebsten sich auf Anhieb so gut verstanden. Doch dann erspürte sie etwas, was sie argwöhnisch machte. Obwohl der erwachsene Mann sich selbst nicht verstand, schien seine neugeborene Tochter ihn ganz genau zu verstehen. Und obwohl sie nicht sprechen konnte, redete sie ihm ganz offensichtlich ein, was er von nun an zu wollen habe! Sie redete ihm ganz eindeutig ein, dass ihr Lebensglück ab sofort sein höchstes Ziel sei! Und der Mann fiel tatsächlich darauf herein, ihr Mann, den sie doch so gut im Griff zu haben meinte!

Die Frau sah es nüchtern. Die geliebte Tochter war zugleich eine ernst zu nehmende Konkurrentin beim Ein- und Ausreden, nicht geringer zu schätzen als seine gewiefte Mutter. Und nun verstand die Frau, weshalb die Schwiegermutter sie behandelte, als sei sie deren leibliches Kind und zugleich beste Freundin. So entschied die Frau sich, die Tochter zugleich zur besten Freundin zu machen, neben der Schwiegermutter. Denn letztlich mussten alle drei sich einig werden, was man dem Manne ein- und auszureden hatte. Sonst würde man sich gegenseitig in die Quere kommen. Und so sagte die Mutter ihrem Säugling immer dann, wenn beide Lust und Spaß miteinander hatten: "Ich bin für Dich nicht nur die beste Mutter der Welt, sondern auch Deine beste Freundin, die immer zu Dir hält, zu der Du immer Vertrauen haben kannst." Und die Tochter freute sich.

So erzählte die Tochter der Mutter später alles, und so hatte die Frau es letztlich doch wieder im Griff, was ihrem Manne ein- und ausgeredet wurde. Und natürlich war die Tochter nicht nur in der Lage, dem Vater etwas einzureden. Sie ließ sich vom Vater tatsächlich einiges sagen, wenn er es im Guten versuchte. Spätestens dann, wenn er lieb: "Bitte, tue es wenigstens mir zuliebe!" sagte, dann war die Tochter geschlagen. Und was der Vater der Tochter sagte, konnte die Frau ihm natürlich vorher einreden. Und so blieb es den beiden Frauen erspart, sich als Konkurrentinnen zu empfinden, weil die erfahrenere von beiden die andere mit einbezog, mit ihr über alles redete. Natürlich durfte auch die Tochter den  Vater mit Schokoladenpudding füttern, und sie kannte sogar sein Geheimnis, das sie dem Vater aber niemals verraten hätte. Und noch viel später würde die Tochter erzählen: "Meine Mutter ist für mich nicht nur die beste Mutter der Welt, sondern auch meine beste Freundin. Mit ihr rede ich offen und ehrlich über alles." Und bereits mit dieser Aussage würde sie jeden Mann auf Brautschau neugierig machen. Denn Frauen, die mit ihren Müttern und Töchtern wirklich über alles offen und ehrlich reden, wissen immer, was Männer wirklich wollen.

Und so war das Leben der Frau dann doch wieder einfach und glücklich. Dabei dachte die Frau, alles läge in ihrer Hand. Die Schwiegermutter war auch glücklich, meinte dabei aber, alles läge in ihrer Hand. Schließlich konnte sie ihren Sohn, ihre Schwiegertochter und natürlich auch die Enkeltochter in ihrem Sinne leiten. Und irgendwann würde die Tochter meinen, alles läge in ihrer Hand. Denn natürlich konnte sie bei Mutter, Vater und Oma Verständnis finden, wenn ihre Wünsche berechtigt waren. Der Mann war dabei auch glücklich, denn tatsächlich bekam es ihm sehr gut, dass sich drei Frauen, die ihn liebten und verstanden, gemeinsam auf eine Linie des Umganges mit ihm zu einigen hatten.

Und natürlich war er nicht ein dummer Tölpel, sondern wusste ganz genau, was die Frauen mit ihm trieben. Doch gerade deshalb wusste er, dass es nicht gegen ihn ging, und gerade deshalb liebte er sie, so war seine Natur eben. Und natürlich stand er Manipulationen nicht wehrlos gegenüber, sondern konnte ebenso geschickt seine Interessen vertreten. Denn auch die Frau war nicht zu vollständigem Eigenwillen fähig, es passte eines zum anderen. Keinen wahren Wunsch konnten sie ihm abschlagen. Ihn traurig zu machen, hätte keine gewagt oder auch nur gewollt. Was die Frauen von ihm wollten, tat er von Herzen gern für sie, er empfand es nicht als Belastung. Dafür gaben sie ihm absolut alles, was sie ihm in seinem wahren Sinne geben konnten. Auch er war ein klarer Gewinner der Lage. So meinte letztlich jeder, im Grunde sei doch sie bzw. er derjenige, der alles und vor allem alle anderen im Griff habe. Dabei hatte sich kein einziger von ihnen auch nur allein im Griff, nur zusammen waren sie überhaupt ein Ganzes. Das hieß nicht, dass es deshalb langweilig geworden wäre. Denn jeder versuchte, jeden anderen bestmöglich im Guten hereinzulegen. Einfach deshalb, um ihm zu zeigen, wie wichtig er ihm ist. Was sich liebt, das neckt sich.

Falls es die Leser noch interessieren sollte, was der Sohn nach Meinung seiner Mutter ausgefressen gehabt hatte, als sie ihm eine Woche lang den Pudding strich: Der Sohn hatte nicht nur ausrechnen wollen, wie seine Mutter funktionierte, sondern auch, ob Frauen die Männer unter dem Strich womöglich übervorteilten. Dabei liebte er seine Mutter von ganzem Herzen und spürte auch, dass sie ihn ebenso liebte. Er hatte an absolut nichts etwas auszusetzen gehabt, sein Interesse an dieser Frage war rein wissenschaftlicher Natur gewesen.
Doch für solche Art von überflüssigem Forschergeist fehlt den Frauen der nötige Hirnbaustein, seine Mutter konnte das nur so verstehen, dass er an ihrer wahren Liebe zu ihm zweifelte.

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Das einzige und damit göttliche Gesetz, das für uns Anarchistinnen und Anarchisten unumstößlich ist, passt auf einen Bierdeckel:

"Die Menschheit richte sich nach dem, was die gerechten und vernünftigen unter den Frauen am Ende des für alle offenen und freien Streites der Argumente wollen, im Kleinen, im Großen, in Allem!"